Legendäre Cocktails: Margarita
Wer hat’s erfunden? Bei kaum einem Cocktail ist die Urheberschaft so umstritten wie beim berühmten Margarita. Erfolg hat viele Väter, und das Mixgetränk mit Tequila, Triple Sec, Limettensaft und dem charakteristischen Salzrand hat eine unvergleichliche Weltkarriere hingelegt. Seit seiner Erfindung irgendwann in der Zeit zwischen 1920 und 1940 findet der Cocktail bis heute immer neue glühende Verehrer, es gibt so gar einen National Margarita Day! Was für ein Mixgetränk!
Wo steht die Wiege des legendären Margarita? In den USA oder in Mexiko? Hier fängt das Gerangel schon an: Don Carlos Orozco von Hussong’s Cantina in Ensenada, Mexiko, ist der erste Anwärter auf die Urheberschaft des Cocktails. Er probierte gerade an einem ruhigen Nachmittag im Oktober 1941 verschiedene neue Mixgetränke aus, als ein umwerfender Gast eintraf: Margarita Henkel, die Tochter eines deutschen Botschafters. Don Carlos Orozco stellte den gerade kreierten Cocktail vor sie hin, und da sie die erste war, die ihn kostete, benannte er ihn nach ihr.
Andere wie zum Beispiel der Bartender Albert Hernandez aus San Diego behaupten, der Margarita wurde bereits einige Jahre früher im Rancho La Gloria Hotel zwischen Tijuana und Rosarito von Carlos „Danny“ Herrera entwickelt – zu Ehren eines Revuegirls mit dem Namen Marjorie King, die allergisch gegen alle Sorten Alkohol war – außer Tequila. Andere meinen jedoch, der Cocktail sei nach Rita Hayworth benannt, da die in den 30er Jahren unter dem Namen Margarita Carmen Cansino in einem Nachtclub in Tijuana tanzte. Und als sei das noch nicht genug, verbreiten wieder andere, der Margarita sei 1948 im legendären Balinese Room in Galveston, Texas, erfunden worden, wo Headbartender Santos Cruz das Mixgetränk für die Sängerin Peggy Lee kreierte.
Am wahrscheinlichsten jedoch steht die Entwicklung des Margarita mit der Prohibition in Verbindung. In den Vereinigten Staaten war kurz vor der Zeit des Alkoholverbots der Brandy-Cocktail Daisy sehr populär. Als der „Alkohol-Grenztourismus“ einsetzte, fanden amerikanische Cocktailfreunde in den mexikanischen Bars jedoch keinen Brandy, sondern Tequila vor … Und immerhin ist das spanische Wort für „Daisy“ – wie übrigens auch für Marjorie und Peggy: „Margarita“!
Wie bei einem echten Klassiker nicht anders zu erwarten, entstanden in den folgenden 90 Jahren etliche Variationen der Margarita: Triple Sec wird dabei zum Beispiel durch Agavensirup oder BOLS Blue ersetzt, der Limettensaft durch Zitronensaft. Besonders lohnt es sich, Mango Margarita oder Margarita Azul zu probieren.
Übrigens: der famose Cocktail hat es sogar zu einem Nationalfeiertag gebracht! Am 22. Februar feiern die US-Amerikaner den National Margarita Day … Alles weitere unter http://nationalmagaritaday.com.
Bildquelle:http://www.woodbineneighborhoodassociation.com/may-newsletter-and-margarita-mondays/




